|
|
Satteldach
Ein Satteldach ist die klassische, am häufigsten anzutreffende
Dachform in kalten und gemäßigten Zonen. Es besteht aus
zwei entgegengesetzt geneigten Dachflächen, die sich an der
höchsten, waagrechten Kante, dem Dachfirst, treffen. Der Grund
für das häufige Vorkommen ist der einfache Aufbau des
Dachstuhls und die rechtwinklige Form der Dachflächen. Damit
entfallen Details, die einen hohen Arbeitsaufwand erfordern und
anfällig für Schäden sind. Für Satteldächer
auf Kirchtürmen ist oder war in der Schweiz der Begriff Käsbissendach
gebräuchlich. Hervorgehobene Bauten hatten häufig kompliziertere
Dachformen, wie Walmdach oder Krüppel-Walmdach, die von der
Grundform des Satteldachs abgeleitet sind. |

|
Walmdach
Das Walmdach ist eine Variante des Satteldachs. Allerdings hat ein
Walmdach nicht nur auf der Traufseite, sondern auch auf der Giebelseite
(das ist die kurze Seite des Hauses) geneigte Dachflächen. Sie
werden als Walm bezeichnet.
Ein vollständiger Walm ersetzt den Giebel, das Dach hat also
an allen vier Seiten Schrägen. Ein Walmdach hat aber auf jeden
Fall auch einen Dachfirst, sonst wäre es ein Zeltdach (Pyramidendach).
Ein Walm, dessen Traufe oberhalb der Traufe des Hauptdaches liegt
(d.h.: der Giebel ist nicht vollständig abgewalmt) wird Schopfwalm
genannt, populärer ist allerdings der Begriff Krüppelwalm,
der eigentlich einen kleinen Walm bezeichnet, der zum Schutz der Giebelseite
vor extremen Witterungen dient.
Ist nur der untere Teil des Daches abgewalmt (so dass ein Giebel im
oberen Teil entsteht), heißt das Fußwalm. |
 |
Krüppelwalmdach
Ein Walm, dessen Traufe oberhalb der Traufe des Hauptdaches liegt
(d.h.: der Giebel ist nicht vollständig abgewalmt) wird SchopfwalmKrüppelwalm
genannt. Es bleibt also ein trapezförmiger Restgiebel erhalten,
auf den die Dachfläche aufgelagert ist. |
 |
Sheddach
Ein Sheddach, gelegentlich auch Scheddach, ist eine Dachform, die
vor allem bei großflächigen Bauten wie zum Beispiel Fabrikhallen
zum Einsatz kommt. Durch mehrfaches Hintereinandersetzen von kleinen
satteldachartigen Aufbauten bleibt die Dachhöhe insgesamt gering.
Die Neigung der beiden Seiten jedes Reiters ist normalerweise verschieden,
in der Regel ist eine Seite sogar senkrecht, damit das Gebäude
weniger Stützen für den Dachaufbau benötigt. Die steile
Seite wird meist in Glas ausgeführt - eigentlicher Sinn der Konstruktion
ist die gleichmäßige und gute Beleuchtung großer
und größter überdachter Flächen. Die Glasseite
ist meist von der Sonne abgewandt, um blendfreies Licht in die Halle
zu bekommen.
Ein Industriegebäude mit Sheddachkonstruktion wird auch als Shedhalle
bezeichnet.
|
 |
Pultdach
Ein Pultdach ist ein Dach mit nur einer geneigten Dachfläche.
Die untere Kante bildet die Dachtraufe, die obere den Dachfirst. Zu
beiden Seiten befinden sich die Ortgänge. Die Wand am First wird
die Hohe Wand genannt.
|
 |
Zeltdach
Ein Zeltdach ist eine Dachform, die sich durch mehrere (mindestens
drei) gegeneinander geneigte Dachflächen auszeichnet, die in
eine Spitze zusammenlaufen. Beispiele dafür sind Dächer
auf Türmen. Diese Dachform wird fast ausschließlich für
gleichseitige, drei- oder mehreckige Häuser verwendet.
|
 |
Mansardendach
Das Mansarddach ist eine Dachform. Bei dieser weisen die Dachflächen
einen Knick auf, das Dach ist also im unteren Bereich wesentlich steiler
als oben. Unter dem Dach entsteht so ein zusätzlicher Wohnraum
für eine oder mehrere Mansarden.
|
 |
© 2007 FFD - Alle Rechte vorbehalten
Webdesign: AGON-PC
|