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Gaubenformen

Dachgauben besitzen im Allgemeinen ein Gaubendach und einen Giebel, angelehnt an die Form des Hauptdaches, also zum Beispiel ein Satteldach oder ein Walmdach mit einem Dachfirst und zwei waagrechten, seitlichen Dachtraufen.Man spricht dann auch von Sattel(dach)gauben oder Walm(dach)gauben.

Wenn die Giebelwand der Gaube oberhalb des Satteldaches der Gaube endet, redet man auch von Giebelgauben.

Diese häufigsten Gaubentypen besitzen immer zwei Gaubenwangen, auch Dachbacken genannte Seitenwände in der Form von rechtwinkligen Dreiecken. Charakteristisch für eine Gaube ist, dass keine ihrer Seiten in Verbindung mit dem beispielsweise gemauerten Baukörper steht, der das eigentliche Haus darstellt.

Eine Gaube baut konstruktiv immer auf dem Dach auf.

Fledermausgaube
(vereinzelt auch als Froschmaulgaube oder Ochsenauge bezeichnet): Die Oberkante der Stirnseite bildet eine geschwungene Form, ähnlich einer Sinus-Kurve, es gibt keine Gaubenwangen.
Schleppgaube
Die Stirnseite ist ein Rechteck, Die Dachfläche ist ein Pultdach mit einer geringeren Neigung als das Hauptdach, die Gaubenwangen sind Dreiecke, in denen es keinen rechten (90°) Winkel gibt. Schleppgauben sind die älteste Form der Dachgaube. Ursprünglich als horizontale Belüftungsschlitze angelegt, um im Dachraum Güter zu trocknen, entwickelten sich alle späteren Gaubenformen aus der Schleppgaube. Sehr breite Schleppgauben werden auch Hechtfenster genannt.
Spitzgaube
(auch Dreiecksgaube): Die Stirnseite ist ein Dreieck, die Dachfläche ist ein Satteldach, es gibt keine Gaubenwangen.
Dachreiter
Ein Dachreiter ist in der Architektur ein Dachaufbau, ein kleiner Turm, der im Gegensatz zum richtigen Turm kein eigenes Fundament besitzt, sondern auf das Gebäude konstruktiv aufgesetzt oder in den Dachstuhl integriert ist.

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